clownin festival
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clownin 2008
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eine Koproduktion von:







 

update: 28/04/14
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clownin 06

1.österreichisches clownfrauenfestival


plakat

 

Die Clown-Phobie ist weit verbreitet und sie kommt auch nicht von ungefähr: Der ermüdende Clown „Enrico“ im Fernsehen legte bereits die Basis für die Abwendung von klamaukierenden Männern mit aufgesetzten, roten Nasen. Kirtage und Zirkusbesuche besorgten später gnadenlos den Rest. Die rote Nase wurde gleichermaßen zu einem roten Tuch, knapp vorbei an einem nachhaltigen Trauma, aber gut genug für eine grundlegende Phobie. Fazit: Clownerie ist albern und uninteressant. Das Thema war für allezeit abgeschlossen, schien es. Doch dann kamen die Clownfrauen. Binnen einer Vorstellung war das Vorurteil zerschlagen, einen oder vielleicht zwei Auftritte später hatten die Clowninnen bereits mein Herz erobert.
Clowninnen brauchen keinen Plastik-Hammer und keine öden Taschenspielertricks um dem Publikum ein verzücktes Lachen ins Gesicht zu zaubern – ihr Humor ist subtiler, feiner, er hat unzählige Facetten und endet nicht bei der roten Nasenspitze. Und vor allem: Die Clowninnen berühren unsere eigenen Phantasien, unsere Vorstellungskraft – und damit bringen sie etwas zum Leben, das im Alltag meist verborgen bleiben muss: Die Lust an gedanklichen Ausschweifungen, an der Verspieltheit, an Traumgebilden und Luftschlössern, am Loslassen von Althergebrachtem und der Freude an neuen Möglichkeiten, der Welt zu begegnen. Der einzige Wermutstropfen bei der Sache: Das Festival findet leider nur alle zwei Jahre statt. (U.K.)